März Forellen – Welche Taktik fängt?
Der März ist ein Monat wettertechnisch eher sehr durchwachsen ist. Wir hatten spontanes Frühlingswetter mit sonnigen 16 Grad. Wunderbares Angelwetter. Wenige Tage später sank die Temperatur auf knapp -10 Grad und sämtliche Gewässer in meiner Umgebung sind zugefroren. Alles schon erlebt. Kann man bei diesem bescheidenen Wetter trotzdem März Forellen überlisten?
Man sagt oft, dass es nicht das falsche Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt. Aber an einem Gewässer, welches tagelang zugefroren ist, kann man nicht angeln. Das ist aber zum Glück nur die Ausnahme und der März bietet in der Regel eisfreie Angelmöglichkeiten.
Kurzinfos vorab:
- Wetter kalt (0-5 Grad) —> eher passive Montagen
- Wetter mild (10 Grad) —> aktive Methoden lohnen sich
Das sind natürlich nur die Grundregeln. Jedes Gewässer ist anders und es gibt noch andere Faktoren wie Sauerstoff im Wasser etc. welches sich auf die Stimmung der Forellen ausübt. Aber in der Regel fühlen sich Forellen bei 10 Grad besonders wohl. (Wassertemperatur wohl gemerkt)
Update 2021
Wir hatten im Februar diesen Jahres einen recht kalten Winter mit viel Schnee (zumindest für ein paar Wochen). An einigen Anlagen wurde sogar Eisangeln angeboten, was ich so noch nie erlebt hatte.
Wie ihr diesen März die Forellen überlisten könnt hängt davon ab, wie er sich Temperaturmäßig entwickelt. Aktuell haben wir noch ein wenig Bodenfrost und Temperaturen um die 5 Grad. Es gab aber auch schon wärmere Tage. Das Wetter ist sehr wechselhaft zur Zeit und hohe Temperaturschwankungen sind nicht unüblich.
Achtet besonders auf das Wetter. Starke Temperaturschwankungen oder sich ändernde Luftdrücke schlagen den Fischen oft auf den Magen, da sie damit beschäftigt sind, sich auf die neuen Bedingungen einzustimmen.
Vermeidet es daher an Tagen angeln zu gehen an denen sich die Temperatur stark geändert hat. Das gilt natürlich für alle Angeltag aber im Frühjahr und Herbst ist das Wetter weniger konstant.
Bei wärmeren Temperaturen würde ich weiterhin auf die aktive Methode setzten. Also mit Spoons, Gummis oder Schleppen. Gerade beim Übergang vom kalten ins warme wachen die Forellen aus ihrer Winterträgheit auf und sind vielleicht besonders im Jagdstimmung.
Das muss aber nicht heißen, dass die passiven Montagen nicht funktionieren. Wenn die Forellen jedoch aktiv werden kann sich die Posenmontage bzw. Pilotkugelmontage eher lohnen als die Bodentastermontage.
Zum Glück kann man ja an den meisten Seen 2 Ruten verwenden, sodass man hier sowohl aktiv als auch passiven fischen kann. Meiner Meinung nach kann man so am effektivsten die Forellen suchen und probieren worauf sie heuten stehen!
Das war das Update für 2021 ich wünsche euch viel Erfolg am Wasser. Jetzt geht’s weiter mit der Vorstellung von Montagen und Köder für den März!
Grundsätzlich gibt es zwei Montagen die an kalten Tagen besonders sinnvoll sind.
1) Leicht Aktive Posenmontage

„Leicht Aktiv“ was habe ich damit gemeint? Die Leicht aktive Posenmontage unterscheidet sich kaum von einer normaler Postenmontage:
Eine Feststellpose / Wasserkugel, Blei oder Glas als Beschwerung und ein Vorfach mit einem Köder an einem 10er Haken.
Der Vorteil dieser Montage ist die Flexibilität. Durch die Feststellpose kann man schnell die Tiefe varieren und somit die Forellen suchen. Zudem ist die aktive und passive Fischerei möglich indem man die Montage entweder still liegen lässt oder langsam einkurbelt. Wenn man die Montage aktiv angeln möchte, sollte man dafür sorgen, dass der Köder sich schön im Wasser dreht.
Bei meinen Angelausflügen verwendete ich einen Kombi-Köder aus Forellenteig mit einer Bienenmade. Wichtig ist hierbei natürlich dass ihr sinkenden Teig verwendet. Sonst treibt der Köder letztendlich unter Wasser auf und ihr habt keine Ahnung in welcher Tiefe ihr fischt. Leider nicht erfolgreich. Ich konnte zwar einen schönen Biss auf die ruhende Montage verzeichnen, leider ist mir die Forelle direkt nach dem Anhieb wieder ausgestiegen. Ich vermute ich habe nicht lange genug gewartet und durch den verfrühten Anhieb den Fisch nicht richtig gehakt.
Die Montage funktioniert sehr gut bei Gewässern die nicht ganz so tief sind. Ich würde ab einer Tiefe von 5m eher auf die auftreibende Montage wechseln da das Auswerfen sonst unnötig kompliziert wird auch mit laufposen.
Das brauchst du für die Montage:
Wasserkugel:
Passendes Zubehör ansehenPowerBait (hier wichtig sinkenden Teig verwenden)
2) Auftreibende Grundmontage
Die auftrei
bende Montage ist eine einfach wunderbare Art im März Forellen zu fangen. Bei kalten Temperaturen stehen die Fische kurz über dem Grund sodass es sinnvoll diese auch am Grund zu beangeln.
Der Aufbau der Montage ist denkbar simpel:
An die Hauptschnur wird ein frei laufendes kleines Grundblei montiert. Noch besser ein Bodentaster! Eine Gummiperle zum Schutz des Wirbels. Daran ein Vorfach mir einem 10er Haken. Auf dem Vorfach selbst wird noch ein kleines Schrotblei montiert. Dieses kleine Schrotblei ist der wichtigste Bestandteil der Montage.
Das wichtigste bei der Montage ist natürlich der Köder selbst. Die Montage heißt ja “auftreibende” Montage. Der Köder soll also vom Grund auftreibend angeboten werden. Um das zu erreichen brauchen wir natürlich auch einen Köder der auftreibt. Viele verwenden PowerBait oder anderen Forellenteig. Hier natürlich dann im Gegensatz zur Posenmontage schwimmendes Power Bait verwenden weil man ja sonst keinen Auftriebseffekt hat. Alternativ gehen auch kleine Marshmallows. Tipp: Manche Angler berichten von sehr guten Fangerfolgen wenn man die kleinen Marshmallows in Duft (z.B. Käse) mariniert und über Nacht einweichen lässt. Ich habe es noch nicht persönlich getestet aber es soll gerade im Winter gut funktionieren. Vorteil bei den Marshmallows ist natürlich dass das Anbringen a den Haken deutlich einfacher ist als bei Power Bait und auch nicht so eine große Sauerei wird.
Das Grundblei legt die Montage auf den Grund. Da es hier zwingend notwendig ist mit auftreibenden Ködern zu angeln (daher auch „auftreibende Montage“) ist das kleine Schrotblei auf dem Vorfach so wichtig. Damit wird quasi die Höhe bestimmt, bis zu der der Köder auftreibt.
Ich habe morgens etwa 10-15 cm über dem Grund geangelt und nachmittags habe ich etwas höher gestellt auf etwa 20 -25 cm über dem Grund.
Warum habe ich vorhin den Fokus auf das kleine Grundblei gelegt? Meine Erfahrungen haben immer wieder gezeigt, dass die Forellen zu kalten Zeiten sehr vorsichtig beißen und nicht direkt drauf knallen wie im Sommer. Wer mit zu groben Gerät fischt, könnte evt die Fische bei einem sehr vorsichtigen Biss verscheuchen. Daher angel ich mit nur sehr kleinen Bleien oder Bodentastern um so wenig widerstand wie möglich zu erzeugen.
Der Bodentaster bietet zudem den Vorteil, dass er auf dem Grund „steht“ und die Schnur oberhalb des Grundes führt. So liegt die Schnur nicht direkt auf dem Grund. Das minimiert das Risiko mit der Schnur zwischen Steinen oder Ästen unter Wasser hängen zu bleiben. Die Folgen sind klar: weniger Scheuchwirkung, mehr Kontrolle, und vor allem mehr Fisch!
Als Bissanzeiger habe ich einen Rutenständer mit einem montierten DAM Bissanzeiger (siehe Bild) verwendet. Genau aus dem oben genannten Grund. Ein elektronischer Bissanzeiger an frei laufende Bremse erzeugt am wenigsten wiederstand und hat damit die geringste Scheuchwirkung.
Hier gibts das Zubehör verlinkt falls du die Montage nachbauen willst:
Bodentaster:
Passendes Zubehör ansehenPower Bait schwimmend:
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Ich vermute es liegt am Wetter. Der Februar ist dieses Jahr verhältnismäßig warm. Es sind über Tage hinweg Temperaturen von 8-12 Grad. Dies wirkt sich natürlich insbesondere in kleineren Gewässern stark auf die Aktivität der Forellen aus da die Wassertemperatur um einige Grade angestiegen ist.
Jedoch kann man nicht pauschal sagen ob Aktiv oder Passiv erfolgreicher ist. Ich höre von vielen Anglern, dass auch die auftreibende Montage mit Bodentaster sehr erfolgreich sein kann. Ich würde behaupten, dass dies vom Gewässer und der Tagesform der Fische abhängt.
Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich beim Spoonangeln deutlich mehr Variation bzgl. Köderfarbe und Führung an den Tag lege als bei der passiven Montage. Auch aufgrund der höheren Mobilität konnte ich bei Bedarf schnell den Platz wechseln falls die Forellen in eine bestimmte Region des Teiches gezogen sind.
Ich persönlich bin ein Freund der aktiven Angelei mit Spoons und anderen Kunstködern und bin deswegen mit dieser Methode im Schnitt auch erfolgreicher. Wie ich mit Forellenblinkern bzw. Spoons fische kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen!
Dennoch ist die Fängigkeit der Bodentaster Montage nicht zu unterschätzen und auch hier sind mit Hilfe verschiedener Köder (Teig, Marshmallows, Bienenmade, etc) und verschiedener Gerüche sehr erfolgreiche Tage möglich.
Wenn möglich ist natürlich die Kombination beider Methoden die erfolgsversprechendste Strategie.

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