März Forellen – Welche Methode fängt? #2

März Forellen – Welche Taktik fängt?

 

Der März dieses Jahres war sehr sehr durchwachsen. Wir hatten spontanes Frühlingswetter mit sonnigen 16 Grad. Wunderbares Angelwetter. Wenige Tage später sank die Temperatur auf knapp -10 Grad und sämtliche Gewässer in meiner Umgebung sind zugefroren. Kann man bei diesem bescheidenen Wetter trotzdem März Forellen überlisten?

Man sagt oft, dass es nicht das falsche Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt. Aber an einem Gewässer, welches tagelang zugefroren ist, kann man nicht angeln.

 

Um es kurz zu fassen: Ich war leider nicht oft los um im März Forellen zu fangen. Das Wetter und andere Umstände ermöglichten mir leider nur 2 Ausflüge an den Forellensee und nur 1 Ausflug an den örtlichen Bach.

 

Grundsätzlich gibt es zwei Montagen die an kalten Tagen besonders sinnvoll sind.

1) Leicht Aktive Posenmontage

 

Still stehende Posenmontage

„Leicht Aktiv“ was habe ich damit gemeint? Die Leicht aktive Posenmontage unterscheidet sich kaum von einer normaler Postenmontage:

Eine Feststellpose, Blei oder Glas als Beschwerung und ein Vorfach mit einem Köder an einem 10er Haken.

Der Vorteil dieser Montage ist die Flexibilität. Durch die Feststellpose kann man schnell die Tiefe varieren und somit die Forellen suchen. Zudem ist die aktive und passive Fischerei möglich indem man die Montage entweder still liegen lässt oder langsam einkurbelt. Wenn man die Montage aktiv angeln möchte, sollte man dafür sorgen, dass der Köder sich schön im Wasser dreht.

Bei meinen Angelausflügen verwendete ich einen Kombi-Köder aus Forellenteig mit einer Bienenmade. Leider nicht erfolgreich. Ich konnte zwar einen schönen Biss auf die ruhende Montage verzeichnen, leider ist mir die Forelle direkt nach dem Anhieb wieder ausgestiegen. Ich vermute ich habe nicht lange genug gewartet und durch den verfrühten Anhieb den Fisch nicht richtig gehakt.

 

2) Auftreibende Grundmontage

 

Die auftreiMärz Forellen bende Montage ist eine einfach wunderbare Art im März Forellen zu fangen. Bei kalten Temperaturen stehen die Fische kurz über dem Grund sodass es sinnvoll diese auch am Grund zu beangeln.

Der Aufbau der Montage ist denkbar simpel:

An die Hauptschnur wird ein frei laufendes kleines Grundblei montiert. Noch besser ein Bodentaster! Eine Gummiperle zum Schutz des Wirbels. Daran ein Vorfach mir einem 10er Haken. Auf dem Vorfach selbst wird noch ein kleines Schrotblei montiert. Dieses kleine Schrotblei ist der wichtigste Bestandteil der Montage.

Das Grundblei legt die Montage auf den Grund. Da es hier zwingend notwendig ist mit auftreibenden Ködern zu angeln (daher auch „auftreibende Montage“) ist das kleine Schrotblei auf dem Vorfach so wichtig. Damit wird quasi die Höhe bestimmt, bis zu der der Köder auftreibt.

Ich habe morgens etwa 10-15 cm über dem Grund geangelt und nachmittags habe ich etwas höher gestellt auf etwa 20 -25 cm über dem Grund.

Warum habe ich vorhin den Fokus auf das kleine Grundblei gelegt? Meine Erfahrungen haben immer wieder gezeigt, dass die Forellen zu kalten Zeiten sehr vorsichtig beißen und nicht direkt drauf knallen wie im Sommer. Wer mit zu groben Gerät fischt, könnte evt die Fische bei einem sehr vorsichtigen Biss verscheuchen. Daher angel ich mit nur sehr kleinen Bleien oder Bodentastern um so wenig widerstand wie möglich zu erzeugen.

Der Bodentaster bietet zudem den Vorteil, dass er auf dem Grund „steht“ und die Schnur oberhalb des Grundes führt. So liegt die Schnur nicht direkt auf dem Grund. Das minimiert das Risiko mit der Schnur zwischen Steinen oder Ästen unter Wasser hängen zu bleiben. Die Folgen sind klar: weniger Scheuchwirkung, mehr Kontrolle, und vor allem mehr Fisch!

Hier habe ich dir mal einen Bodentaster verlinkt: FTM Bodentaster

Forellenangeln im März

Als Bissanzeiger habe ich einen Rutenständer mit einem montierten DAM Bissanzeiger (siehe Bild) verwendet. Genau aus dem oben genannten Grund. Ein elektronischer Bissanzeiger an frei laufende Bremse erzeugt am wenigsten wiederstand und hat damit die geringste Scheuchwirkung.

Aber was fängt besser? Posenmontage oder auftreibende Montage?

Wie ihr aus dem Text entnehmen konntet hatte ich einen schönen Biss auf die ruhende Posenmontage, welchen ich leider versemmelt habe.

Mit der auftreibenden Montage bin ich deutlich erfolgreicher gewesen. 3 Bisse von denen ich einen verwerten konnte. Eine schöne Regenbogenforelle von 33 cm nahm ich mit nach Hause.

Gefangen habe ich die Forelle tatsächlich auf einen Kombi Köder bestehend aus Bienenmade und Marshmallow.

Eine verrückte Kombination die ich erst vor kurzem in einem Youtube Video gesehen und kurz darauf umgesetzt habe. Warum diese Kombi für die Bisse gesorgt hat weiß ich nicht. Es könnte am süßlichen Geruch liegen. An der Farbe oder daran, dass Forellenseen meistens tierisch mit Teig überfischt sind und die März Forellen auf etwas neues eher reagieren.

Im allgemeinen waren die letzten Tage laut anderen Anglern nicht sehr fängig, sodass ich mich meiner einen Forellen sogar noch glücklich schätzen kann. Viele gingen in den letzten Tagen als Schneider nach Hause. Dabei muss auch erwähnt werden, dass in diesem Forellsee nur wenig besetzt wird und generell vergleichsweise schlecht gefangen wird.

Aus diesem Grund fische ich dort auch.

Forellen fangen soll noch eine kleine Herausforderung sein und bleiben. An das Angeln an einem natürlichen Fließgewässer kommt selbstverständlich nichts dran.

 

Denkt immer dran: Jeder Angeltag und ein Angeltag und ein Fangtag

Es kann nicht immer so gut wie laufen wie wir das in geschönten Berichten und Filmen sehen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch schöne Angeltage und eine erfolgreiche Saison 2018!

 

Update: Aktiv oder Passiv im März?

 

Es hat sich einiges getan und die Saison 2019 begann für mich sehr erfolgreich!

Ich habe zwei Forellenteiche besucht. Einmal Teichwirtschaft Lehmann in Aerzen. Ihr könnt hier meinen Erfahrungsbericht nachlesen. Und am Forellensee Harkenbleck. Beide Male habe ich sowohl Aktiv mit Spoons als auch passiv mit dem auftreibenden Montage gefischt.

An beiden Tagen waren die Spoons deutlich erfolgreicher als die auftreibende Montage. Ich konnte im Schnitt etwa 12 Fischen fangen und davon „nur“ 3 mit der auftreibenden Montage.

Ich vermute es liegt am Wetter. Der Februar ist dieses Jahr verhältnismäßig warm. Es sind über Tage hinweg Temperaturen von 8-12 Grad. Dies wirkt sich natürlich insbesondere in kleineren Gewässern stark auf die Aktivität der Forellen aus da die Wassertemperatur um einige Grade angestiegen ist.

Jedoch kann man nicht pauschal sagen ob Aktiv oder Passiv erfolgreicher ist. Ich höre von vielen Anglern, dass auch die auftreibende Montage mit Bodentaster sehr erfolgreich sein kann. Ich würde behaupten, dass dies vom Gewässer und der Tagesform der Fische abhängt.

Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich beim Spoonangeln deutlich mehr Variation bzgl. Köderfarbe und Führung an den Tag lege als bei der passiven Montage. Auch aufgrund der höheren Mobilität konnte ich bei Bedarf schnell den Platz wechseln falls die Forellen in eine bestimmte Region des Teiches gezogen sind.

Ich persönlich bin ein Freund der aktiven Angelei mit Spoons und anderen Kunstködern und bin deswegen mit dieser Methode im Schnitt auch erfolgreicher. Wie ich mit Forellenblinkern bzw. Spoons fische kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen! 

Dennoch ist die Fängigkeit der Bodentaster Montage nicht zu unterschätzen und auch hier sind mit Hilfe verschiedener Köder (Teig, Marshmallows, Bienenmade, etc) und verschiedener Gerüche sehr erfolgreiche Tage möglich.

Wenn möglich ist natürlich die Kombination beider Methoden die erfolgsversprechendste Strategie.

1 Comment

  1. […] und eine Posenmontage mit feststehender Pose. Du kannst mehr über diese beiden Montagen im meinem vorherigen Blogbeitrag lesen. Beködert mit jeweils einem Kombi-Köder bestehend aus Teig und Bienenmade an der […]

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